Bild: Shutterstock, Biotiva

Fleisch adé

Ersatzprodukte zu den herkömmlichen Fleischprodukten sind in unserem alltäglichen Leben längst angekommen und werden auch noch größere Beliebtheit erfahren. Statista prognostiziert, dass sich die globalen Umsätze des Markts mit konventionellen Fleischprodukten bis zum Jahr 2040 auf 880 Milliarden US-Dollar reduzieren. Die Umsätze mit veganen Fleischprodukten sollen bis zum Jahr 2040 dagegen bis auf 450 Milliarden US-Dollar steigen. Und auch für die Umwelt bieten Fleischalternativen einige Vorteile: So sind beispielsweise die CO2-Emissionen der durchschnittlichen veganen Ernährung im Vergleich zur omnivoren Ernährung rund 40 Prozent geringer. Mehr zu Biotivas Nachhaltigkeitsmaßnahmen für eine gesunde Ernährung im Einklang mit der Natur findest Du hier: Biotivas Baumpflanzprojekt "1 Product = 1 Tree".

Welche veganen Alternativen es für Eier gibt, haben wir bereits im Blogbeitrag "Vegane Fertigprodukte – Biotiva" für dich zusammengefasst. Zudem haben wir vegane Fertigprodukte für Dich unter die Lupe genommen: "Fertig mit Fertigprodukten – Biotiva".



Du möchtest nun wissen, wie Du vegane Fleischalternativen zu Hause selbst herstellen kannst? Dann haben wir die perfekten Lösungen für Dich:

Tofu

Tofu ist eine sehr eiweißreiche Alternative zu Fleisch und bietet dank des neutralen Geschmacks eine Bandbreite von Möglichkeiten. Er kann eine vegane Alternative daher zudem eine sinnvolle Alternative zu Eiern oder Milchprodukten sein.  Die Sojabohnen stammen häufig aus mitteleuropäischem Anbau, beispielsweise aus Österreich, Frankreich und Deutschland.
Sehr fein zerkrümelt und scharf angebraten liefert er die Basis für vegane Bolognesesaucen, Chili sin carne oder andere Gerichte, die ohne Hack zubereitet werden können. Fein püriert können daraus auch Bratlinge hergestellt werden. Dafür solltest du den Tofu kräftig und je nach Belieben scharf, süß-sauer würzen. Zum einlegen, marinieren, anbraten oder backen, bietet es sich an, den Tofu in Scheiben zu schneiden und über Nacht einzulegen.


Wir bieten einige pflanzliche Öle an, die sich ideal zum Einlegen von Tofu eignen: Biotivas pflanzliche Öle.

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Du kannst zudem bereits gewürzten Tofu, wie z.B. Räuchertofu kaufen und diesen nach belieben weiterverarbeiten oder als Brotbelag essen. In Würfel geschnitten oder kross angebraten passt er perfekt zu veganen Quiches, herzhaften Eintöpfen, über Salate, zu veganem Rahmgemüse, Rührtofu, auf Pizza, in cremige Nudelsaucen oder auf Grillspieße.

Tempeh

Tempeh findet man meist in Form eines gepressten Blockes und besteht in der Regel aus gedämpften und geschälten, mit Pilzkulturen fermentierten Sojabohnen. Mittlerweile finden sich auch aus Lupinen hergestellte Varianten.
Tempeh wird fermetiert und ist, ähnlich wie Tofu, pur oder mariniert erhältlich. Er schmeckt gebraten zu Gemüse, im Salat, als Brotbelag, frittiert als Speckalternative, in Currys oder paniert als Schnitzelalternative. Fein zerkrümelt und scharf angebraten ist er zudem eine gute Alternative zu Hack, z. B. in Tacos. Wenn Du die etwas bittere Note nicht magst, dünste ihn vor dem Braten einfach kurz an.

Linsen & Bohnen

Bohnen sind wie alle Hülsenfrüchte sehr eiweißreich. Sie eignen sich zur Herstellung von herzhaften Bratlingen, die gut auf dem Grill, aus der Pfanne oder dem Backofen schmecken. Schmecke dafür die Bratlinge mit  Paprikapulver &Tomatenmark ab und für die richtige Konsistenz der Pattys Johannisbrotkernmehl & Agar-Agar. Linsen eignen sich beispielsweise sehr gut für Bolognese oder Lasagnefüllungen. Dabei sind sie fettarm, eiweiß- und ballaststoffreich.
Hier findest du ein Rezept für einen veganen Burger:

Rezept für Kidneybohnenburger

Seitan

Seitan besteht aus Weizeneiweiß (Gluten). In der Konsistenz ist Seitan etwas bissfester als Tofu. Er wird deshalb häufig zur Herstellung von fertigen Fleischalternativen verwendet. Seitan findet sich darüber hinaus schon sehr lange in der asiatischen Küche, u. a. in der buddhistischen, in der oft auf Fleisch verzichtet wird.
Hieraus können leckere Grillsteaks, Bratwürste, Frikassee, Schnitzel und ähnliches gezaubert werden. Auch in einigen Fertigprodukten oder in veganen Dönern kommt Seitan gerne zum Einsatz.  Experimentierfreudige Hobbyköche stellen Seitan aus gewöhnlichem Mehl selbst her – das ist sehr günstig, aber erfordert einiges an Zeit.

Süßlupinen

Süßlupine sind weniger bekannt, haben allerdings bereits eine lange Geschichte. Schon die Ägypter nutzten diese bereits 2000 v. Chr. Heutige Züchtungen der Lupinen (also Süßlupinen) weisen im Gegensatz zur Wildform aber nur einen sehr geringen Gehalt an den sogenannten Alkaloiden (bittere und unbekömmliche Inhaltsstoffe) auf und sind somit für den Verzehr geeignet. Lupinen sind reich an Eiweiß und enthalten dabei alle essentiellen Aminosäuren. Am verbreitetsten ist die Blaue Süßlupine, die sogar regional in Nord- und Ostdeutschland angebaut werden kann und dabei noch den Boden verbessert.
Im Handel finden sich neben fertigen Produkten aus isoliertem Lupinenprotein, wie Joghurt, Eis oder Würstchen, auch Lupinenmehl, -flocken, -schnetzel, -schrot oder -tempeh. Diese eignen sich nicht nur zur Herstellung von Backwaren oder Porridge, sondern auch für die selbstständige Zubereitung von Fleischalternativen.

Getreide

Getreide wie Bulgur oder Grünkern kann nicht nur zu Backwaren oder Salaten verarbeitet werden, sondern auch zu Fleischalternativen. Bulgur und Grünkern sind sehr nährstoffreich und dadurch ein idealer veganer Ersatz.  
Da es sich bei Bulgur um vorgegarten Weizen (meist Hartweizen) handelt, ist er schnell gar. Bulgur eignet sich als Hackalternative für Gerichte wie Nudelsaucen oder zum Füllen von Gemüse wie Auberginen, Paprika oder Kohlblättern.Grünkern ist unreif geernteter, getrockneter Dinkel. Aus Grünkern können Bratlinge oder herzhafte Brotaufstriche hergestellt werden.

Sojageschnetzeltes

Sojaeiweiß, meist als Sojaschnetzel bezeichnet, besteht aus Sojamehl. Es wird teilweise noch weiter zu Proteinkonzentraten verarbeitet und unter hohem Druck meist bei hohen Temperaturen durch einen Extruder gepresst wird, ähnlich wie Erdnussflips oder Frühstückscerealien. Sojaschnetzel sind in unterschiedlichen Größen erhältlich und zunächst geschmacksneutral. Dadurch bieten sie vielfältige Möglichkeiten. Bevor Sojaschnetzel zu Burgern, Geschnetzeltem und vielem mehr verarbeitet werden, müssen sie in Wasser oder Brühe eingeweicht. Danach sollten sie kräftig ausgedrückt werden und können mariniert und am besten scharf angebraten werden.

Sojabrocken

Sojagranulat

Jackfruit

Klingt exotisch, ist aber in den USA und auch in Europa unter Veganern eine immer beliebtere Fleischalternative. Richtig zubereitet und gewürzt erinnert die aus den Tropen stammende Baumfrucht mit ihrer faserigen Konsistenz an Pulled Pork.
Dazu wird die junge noch grüne Jackfruit in der Regel aus der Dose verwendet. Die weichen, äußeren Teile der Jackfruitstücke werden vom harten Inneren abgezupft, der innere harte Teil fein geschnitten. Beides wird je nach Geschmack z. B. noch mit Kümmel, braunem Zucker und Paprikapulver gewürzt und zusammen mit Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl angebraten. Zudem kann BBQ-Sauce und Gemüsebrühe hinzugegeben werden.

Die richtigen Gewürze sind essenziell

Natürlich gibt es noch weitere Alternativen und der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Doch das Wichtigste bei der Herstellung von Fleischalternativen sind die richtigen Gewürze. Denn diese verleihen jedem Essen das gewisse Extra:
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Durchprobieren lohnt sich vor allem für diejenigen, die Lust auf Wurst und Co. haben, aber lieber auf die tierfreien Alternativen zurückgreifen möchten. Viel Spaß beim Ausprobieren!