vegane Fertigprodukte

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Vegan ist nicht gleich gesund

Veganer verzichten auf tierische Lebensmittel und nehmen ausschließlich pflanzliche Lebensmittel zu sich. Aufgrund der steigenden Nachfrage steigt auch das Angebot an veganen Alternativprodukten in den Supermärkten, Discountern und Bio- und Naturkostläden. Doch wie gesund sind die pflanzlichen Alternativen wirklich?



Pflanzlicher Fleischersatz? Kuchen ohne Ei? Wie funktioniert das denn?

Ganz einfach! Pflanzliche Ersatzprodukte werden auf einer anderen Basis hergestellt. Dies kann Soja, Gemüse, Hafer, Getreide (z.B. Weizen, Dinkel, Hafer und Reis), Erbsen, Mandeln, Nüsse, Süßlupinen oder auch Hanf sein. So besteht Tofu meist aus Sojamilch. Als veganer Eier-Ersatz können zum Beispiel folgende Produkte verwendet werden:


  • 2 TL Stärke & 3 TL Wasser

  • 3 EL Apfelmus

  • 1 EL Chiasamen & 3 EL Wasser

  • 2 TL Backpulver, 2 TL Wasser & 1 TL Öl

  • 3 TL Erdnussmus

  • 1 TL Leinsaat, 4 TL Wasser

  • 3 EL Seidentofu

  • 1/2 zerdrückte Banane

Leinsamen und Chiasamen eignen sich besonders gut, da sie eine Menge an Ballaststoffe, Eiweiße und Schleimstoffe besitzen, die in Verbindung mit Wasser freigesetzt werden. Deshalb sollte man die Samen stets vorher in Wasser für ein paar Minuten quellen lassen. Chiasamen und Leinsamen finden Sie bei uns im Biotiva-Sortiment. Weitere Informationen finden Sie auch unter: Vegane Lebensmittel- BZfE.

Apropos: Auch Flexitarier kaufen pflanzliche Alternativen zu Fleisch, Wurst, Milchprodukten und Eiern. Sie sprechen sich für die Reduzierung des Fleischkonsums aus und testen oft vegetarische bzw. vegane Produkte.

Doch das sind nicht die einzigen veganen Alternativen. Es gibt verzehrfertige Ersatzprodukte, wie zum Beispiel für Fischstäbchen, Käse, Süßigkeiten, Eis, Chips, Pastete, Pizza, Wein, Bratlinge, Ragout, Schnitzel, Tiefkühlgerichte und vieles mehr.

Doch wie gesund sind vegane Fertigprodukte wirklich?

Während man zu Beginn der Pandemie die Mittagspause noch voller Euphorie genutzt und den Kochlöffel geschwungen hat, stellt sich mittlerweile manchmal eine gewissen “Koch-Faulheit” ein - so ergeht es bestimmt vielen von uns. Da Restaurants zum Teil noch geschlossen haben, gibt es vor allem zwei Möglichkeiten: Essen bestellen oder ein schnelles Fertiggericht in den Backofen schieben. Und sind wir mal ehrlich: Mit einer ausgewogenen und gesunden Lebensweise haben weder Fertigprodukte auf tierischer, noch auf pflanzlicher Basis viel zu tun.

Auf das Kleingedruckte kommt es an

Wenn Sie hauptsächlich Fertigprodukte zu sich nehmen, fördert das zudem den Überschuss an Fett und Salz im Körper und Ihnen wird es auf Dauer an wichtigen Vitaminen und Nährstoffen mangeln. Aromen, Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Verdickungsmittel und Konservierungsstoffe werden für den Geschmack und die Konsistenz beigefügt. Die lange Liste der Zusatz- und Inhaltsstoffe ist nicht zwingend ungesund, kann aber Allergien oder andere Krankheiten auslösen.

Von vielem viel zu viel

Auffallend ist zudem der ausgesprochen hohe Fett-, Zucker- und Salzanteil vieler Fertigprodukte. So wurden in 100 Gramm einer veganen Salami 3,3 Gramm Salz gefunden und auch der NDR fand fast 2 Gramm Salz in einem Schnitzel Ersatzprodukt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Tagesdosis von max. 6 Gramm. Mit etwas veganer Salami wäre somit schon die Hälfte der tagesüblichen Menge an Salz gedeckt. Eine vegetarische Currywurst hatte im Test sogar einen um 100 Kilokalorien höheren Salzbedarf als die fleischbasierte Variante. Zudem werden in Fertigprodukten teils Zutaten der billigeren Alternative verwendet. So kommen in diversen veganen Wurstersatz-Produkten statt Rapsöl auch billiges Palmfett vor.


Darf ich nun keine veganen Fertigprodukte mehr essen?

Doch! Denn vor allem im Bio-Bereich finden Sie zudem auch vegane Tiefkühlgerichte mit einem geringen Fett- und Salzgehalt, qualitativ hochwertigen und vitaminreichen Zutaten ohne künstliche Zusatzstoffe. Unserer Meinung nach, ist es ab und an in Ordnung zu Fertigprodukten zu greifen. Allerdings sollte auf einen angemessenen Ausgleich geachtet und Wert auf eine ballaststoffreiche, frische, vielfältige und salz- und fettarme und vollwertige Ernährung gelegt werden. Hierfür kann ein kurzer Blick auf den Beipackzettel ausreichen. Am Besten ist es allerdings selbst zu kochen. Stellen Sie doch einfach Ihr Geschnetzeltes mit unseren Biotiva Sojabrocken fein Bio 400g oder unserem Biotiva Sojagranulat Bio 400g selbst her. Wir haben zudem einige Rezepte für Sie zusammengestellt, die sich für die vegane Ernährungsweise eignen:

Hafer-Bananen Porridge mit Camu Camu

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Curry Kichererbsen geröstet

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rote Quinoa-Gemüsepfanne

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