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Die indische Ayurveda-Lehre

Du hörst das erste Mal von Ayurveda-Ernährung? Dann haben wir hier für Dich die grundlegenden Erklärungen und wichtigsten Regeln zusammengefasst.

Was ist Ayurveda?

Ayurveda ist eine mehr als 5.000 Jahre altes Ernährungssystem bzw. eine Medizin mit Ursprüngen in Indien. Sie basiert vor allem auf personalisiert und typgerecht zusammengestellte und gut verträgliche Speisen, die die physischen und mentalen Bedürfnissen des Individums in Einklang bringen. Dabei spielen zudem Lebensphasen, aber auch Tages- und Jahreszeiten eine Rolle, da sie auch den Stoffwechsel des Einzelnen beeinflussen. Ayurvedische Kräuter und Gewürze dienen dem Geschmack und sollen einen positiven Einfluss auf den menschlichen Organismus haben.

Die Ayurvda-Lehre soll dadurch nicht nur wertvolle Vitalenergie, sondern auch physische Gesundheit, eine innere Ruhe und einen klaren Geist bewirken und die geistigen, emotionalen und körperlichen Wirkungsweisen in Einklang bringen.

Was hat es mit Dosha und den Elementen auf sich?

Vata ist die Lebensenergie und reguliert alle Aktivitäten. Vata ist verantwortlich für die Atmung, das Nervensystem und die Bewegung. Ist Vata im Gleichgewicht, sorgt es für Flexibilität, Kreativität und Leichtigkeit. Ist es im Ungleichgewicht, kann es Nervosität hervorrufen, Schlaflosigkeit oder Blähungen.

Pitta ist die Energie der Erhitzung. In unserem Körper reguliert es alle biochemischen Vorgänge, ist verantwortlich für den Stoffwechsel und die Verdauung. Ist Pitta im Gleichgewicht, sorgt es für Aufnahmebereitschaft, Verständnis und Lernfähigkeit. Ist es im Ungleichgewicht, kann es Wut hervorrufen, Verdauungsstörungen oder Entzündungen.

Kapha ist die formende Energie. In unserem Körper reguliert es den Aufbau der Körperstrukturen, ist verantwortlich für Gelenkigkeit und Stabilität. Ist Kapha im Gleichgewicht, sorgt es für Ruhe und Liebe. Ist es im Ungleichgewicht, kann es Gier, Erkältungen oder Fettleibigkeit hervorrufen.

Die Elemente bestimmen alles: das Wesen der Steine, Pflanzen, Tiere und Menschen. Jeder Mensch ist von Geburt an mit ihnen ausgestattet. Allerdings unterscheidet sich je nach Individuum die Ausprägung. Zu welchem Typ jemand gezählt werden kann, ergibt sich aus den Doshas Vata, Pitta und Kapha, die wiederum aus den fünf Elementen (Raum, Feuer, Wasser, Luft und Erde) zusammengesetzt sind. Die Ayurveda-Ernährung versucht, ein Ungleichgewicht der persönlichen Doshas ins Gleichgewicht zu bringen. Dazu dienen die individuellen Dosha-Typen.

Ayurveda Need to Know

Neben der Bestimmung des eigenen Dosha-Typs, welcher immer anhand des Jetzt-Zustandes gemessen wird, gibt es noch ein paar grundlegende Regelungen, die helfen eine Einführung in die Ayurveda-Ernährung zu finden und das Dosha-Gleichgewicht auszubalancieren.

Auf die richtige Menge kommt es an

Zu viel, als auch zu wenig Ernährung ist nicht gesund. Der Magen wird in der Lehre in vier Teile eingeteilt. Zwei Teile sind für feste und ein Teil für flüssige Nahrung (wie Getränke oder Suppen) gedacht; der vierte Teil sollte frei bleiben, damit die Verdauungsfunktionen nicht gestört werden.

Trinken und Essen separat voneinander

Um das Verdauungsfeuer nicht zu löschen, sollte man eine bis anderthalb Stunden vor und nach dem Essen nichts trinken. Ausnahmen vor dem Essen sind nur warmes Wasser oder verdauungsanregende Tees.                                        

Auf Qualitätskriterien vertrauen

Die beste Qualität bieten dabei selbst angepflanzte Nahrungsmittel und Bioläden, da hier die Produkte so wenig wie möglich mit Düngemitteln, Insektiziden, Konservierungsmitteln und Schadstoffen belastet sind. Zudem sollte man Nahrung regional und saisonal bezogen werden.

Selbst gekocht ist die halbe Miete

Koche so oft es geht selbst und esse warme Mahlzeiten. Warme Speisen regen die Verdauung und den Stoffwechsel an.

Das Individuum steht im Mittelpunkt

Achte bei den Nahrungsmitteln auf deine persönlichen Vorlieben und Verträglichkeiten, also auf die eigene Konstitution (Prakriti) sowie die gegenwärtigen Gesundheitsstörungen (Vikriti).


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